Was ist PGP und wofür benutzt man es eigentlich?
Erstellt: 22.11.25 |
Letzte Änderung: 29.11.25 |
Kategorien: Privacy
PGP klingt für viele erstmal nach Hackerfilm oder Geheimagenten-Kram. In Wirklichkeit ist es aber ein ziemlich simples Werkzeug, das uns etwas zurückgibt, was im Internet oft verloren geht: Privatsphäre
Was macht PGP?
PGP steht für Pretty Good Privacy und sorgt dafür, dass Nachrichten nur von der Person gelesen werden können, für die sie bestimmt sind.
Das funktioniert so:
- Du nutzt den öffentlichen Schlüssel der anderen Person, um eine Nachricht zu verschlüsseln.
- Nur die andere Person kann diese Nachricht mit ihrem privaten Schlüssel wieder entschlüsseln.
- Zusätzlich kannst du deine Nachrichten mit deinem privaten Schlüssel signieren, damit der Empfänger sicher weiß: "Okay, das kommt wirklich von dir."
Das Schöne, von außen kann niemand einfach mitlesen oder die Nachricht manipulieren.
Wofür braucht man PGP?
Eigentlich immer dann, wenn Inhalte privat bleiben sollen. Typische Anwendungsfälle wären:
- Kontaktformulare (wie auf meinem Blog)
- E-Mails, die nicht offen wie Postkarten durchs Netz fliegen sollen, was 99% aller E-Mails machen.
- Dateien oder Nachrichten, die man unterwegs sicher austauschen möchte.
- Digitale Echtheitsbeweise, z. B. für Blogposts, Backups, Softwarestände, „Friendly Canary“ uvm.
PGP ist nicht nur für Nerds, es ist schlicht ein Werkzeug, um sich vor neugierigen Augen zu schützen.
Wie benutzt man PGP?
Der Ablauf ist im Grunde immer gleich:
- Schlüsselpaar erstellen.
Ein öffentlicher und ein privater Schlüssel.
(Der öffentliche ist für alle, der private bleibt bei dir!)
- Öffentlichen Schlüssel teilen.
Damit andere dir verschlüsselt schreiben oder deine Signaturen prüfen können.
Zum Beispiel auf deiner Webseite, bei Mastodon oder auch per Schlüsselserver.
- Nachrichten verschlüsseln oder signieren
Verschlüsseln: Nur der Empfänger kann es lesen.
Signieren: Der Empfänger kann prüfen, dass du es warst.
- Private Schlüssel gut sichern.
Am besten mit starkem Passwort und Backup.
Warum PGP heute noch wichtig ist?
Im Gegensatz zu vielen "bequemen" modernen Tools setzt PGP keine Cloud, keinen Account und keinen externen Anbieter voraus. Alles passiert lokal, unter eigener Kontrolle.
Gerade in Zeiten von Überwachung, Tracking, Profiling und KI-Auswertungen ist das ein großer Vorteil.
Und wie geht’s weiter?
Wer Lust hat, PGP selbst auszuprobieren, muss nicht alles auf einmal lernen.
Ich werde hier nach und nach kleine, verständliche Anleitungen veröffentlichen, zum Beispiel:
- wie man E-Mails verschlüsselt
- wie man Dateien signiert
- wie man Schlüssel prüft
- wie man PGP sinnvoll im Alltag einsetzt
Also Stück für Stück, ohne Stress.
PGP klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht, man muss nur einmal anfangen.
Quellen:
Wikipedia PGP
Wikipedia OpenPGP
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